Neue Interviewreihe “Fit für die Gründung – Profis starten durch!”

In diesen Interviews erzählen uns Gründerinnen und Gründer ihre persönliche Existenzgründungsgeschichte. Gemeinsam haben sie, dass sie den Sprung in die berufliche Selbstständigkeit aus einer Anstellung wagten und in unserem Softwarezentrum ansässig sind.

Folge – 2 – In-Xperts GmbH

Die In-Xperts GmbH ist ein Personalberatungs- und Headhunting-Unternehmen in Böblingen und ist Tochterunternehmen der Softwaremanufaktur Inno-Tec. Sie hat drei Geschäftsführer: Oliver Hupfeld, Maxim Shpakov und Christian Nussbaum. Christian Nussbaum ist auch geschäftsführender Gesellschafter, es gibt eine Angestellte im Bereich Talent Sourcing.  Die Spezialität des Unternehmens ist die Suche und Gewinnung von Fachkräften, besonders aus IT und Digitalisierung. Zudem bietet es Karriereberatung und Interimslösungen an.

Wie sah Ihr Gründungsprozess aus, wie hat sich dieser gestaltet?

Christian Nussbaum: Wir haben das Unternehmen mit der Inno-Tec zusammen gegründet, einem meiner ältesten und treusten Kunden. Die Inno-Tec hatte großen Recruiting-Bedarf und wollte eine „Beratungstochter“ gründen. Ich spielte seit meiner Zeit als Personalberater mit der Idee der Selbständigkeit. Der Kundenstamm entsteht hier immer mit persönlichem Bezug und unabhängig vom Unternehmen, für das der Personalberater arbeitet. Es ist ein klassisches „Peoplebusiness“ und die Wahrscheinlichkeit, dass Partner einem bei einer Selbständigkeit erhalten bleiben, ist sehr hoch. Wir hatten 2019 bereits lose über dieses Thema diskutiert, durch die Corona-Pandemie schliefen die Gespräche wieder ein. Im Januar 2021 haben wir dann den Schritt relativ spontan gewagt.

Wie war Ihre berufliche Ausgangssituation vor der Gründung?

Ich bin ausgebildeter Informatikkaufmann und war seit 2015 als Angestellter in der Personalberatung tätig. Ich habe zwar durch meine IT-Vergangenheit seit 2008 im Nebenerwerb ein Kleinunternehmen angemeldet, hier aber nie geplant, dies in eine vollständige Selbständigkeit zu überführen.

Was war Ihr Beweggrund für die Gründung?

Die Personalberatungsbranche ist prädestiniert für eine Selbständigkeit, da man auch im Anstellungsverhältnis als „Unternehmer im Unternehmen“ tätig ist und seinen eigenen Kunden- und Kandidatenstamm aufbaut. Nach einigen Jahren in der Branche entwickelte ich mein eigenes Verständnis für das Geschäft und auch meinen eigenen Weg, der mich erfolgreich machte. Dieser ist nicht immer mit der Ausrichtung eines Arbeitgebers vereinbar und dann kommt man um eine Gründung eigentlich nicht mehr herum.

Welche Bedenken hatten Sie im Zusammenhang mit der Gründung und wie sind Sie damit umgegangen?

Als Familienvater mit laufendem Hauskredit hatte ich die Sorge, ob ich ohne die Absicherung durch einen Arbeitgeber meine Familie versorgen kann. Bei unserer Gründung war der Investitionsbedarf gering. Wir benötigten keinen großen Maschinenpark o. ä. Wenn wir gescheitert wären, wäre der finanzielle Verlust überschaubar gewesen und der Wechsel zurück in eine Festanstellung relativ schnell möglich. Deshalb war es ein kalkulierbares Risiko.

Was hat Ihnen bei der Gründungsentscheidung geholfen?

Ich habe mit Oliver Hupfeld und Maxim Shpakov zwei Partner, die im Bereich Unternehmensgründung und -führung schon viel Erfahrung sammelten und auf ein umfassendes Netzwerk aus Steuerberatern, Anwälten, Notaren, etc. zurückgreifen konnten. Außerdem waren wir von Anfang an unabhängig von Drittkapital, da die Inno-Tec als Gesellschafterin bei Bedarf genügend liquide Mittel vorhalten konnte. Wir profitierten zusätzlich von ihren Organisationsstrukturen und dem Netzwerk:  Das war ein absoluter „Kickstarter“ für uns!

Welche Veränderungen brachte die Selbstständigkeit für Sie?

Im ersten Moment war es ein „komisches“ Gefühl, keinem Chef mehr Rechenschaft ablegen zu müssen. Eine komplette Selbstorganisation und sich mit Themen außerhalb des „klassischen“ Jobs, wie Buchführung, Marketing, PR und Verwaltung zu beschäftigen, war am Anfang ungewohnt. Allerdings waren dies schon immer Themen, mit denen ich mich gerne beschäftigt habe.

Wie haben Sie die ersten Kunden gewonnen?

Die meisten meiner Kunden begleiten mich schon seit Jahren und resultieren aus meinen Kaltakquise-Aktivitäten. Heute profitieren wir bei der Neukundengewinnung vor allem von unserem Ruf und von Mundpropaganda.

Was ist der nächste große Schritt für Sie und Ihr Unternehmen?

Die Einstellung einer Vollzeitkraft wird der nächste große Schritt für uns, hier sind wir bereits auf der Suche. Verantwortung für einen Mitarbeitenden zu übernehmen und diesem eine solide Grundlage und einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten, ist eine große Verantwortung.

Was ist für Sie besonders spannend in der beruflichen Selbstständigkeit?

Die Vielseitigkeit der Aufgabe und die Eigenorganisation. Und natürlich, wiegen Erfolge nochmals mehr, wenn es das eigene Unternehmen ist.

Welche Tipps möchten Sie Gründungsinteressierten geben?

Suchen Sie sich starke Partner und Rat bei Leuten, die bereits erfolgreich gegründet haben. Zudem ist ein guter Steuerberater absolut Gold wert. Starke Geschäftspartner sind auch wichtig. Nehmen Sie Ratschläge und Hilfe an, falsche Eitelkeiten sind Gift für den Erfolg.

Was war in der Gründung Ihre größte Lernerfahrung?

Dass Selbständigkeit nicht unbedingt heißen muss, man arbeitet selbst und ständig. Man kann mit einem geordneten Tagesablauf und einer normalen Arbeitslast als Unternehmer in der Gründung- und Startup-Phase erfolgreich werden.

Was hat sich nach der Gründung ganz anders entwickelt als geplant, welche unerwarteten Ereignisse gab es und welche Auswirkungen hatte dies?

Überraschend positiv war die Resonanz aus dem Netzwerk und wie viele ehemalige Interessenten mit uns zusammenarbeiten wollten. So mussten wir im ersten Jahr keinerlei Akquise betreiben. Negativ war leider das Thema Markenschutz, das wir etwas unterschätzt und zu wenig Recherche betrieben hatten. So mussten wir nach einem halben Jahr die GmbH umbenennen, was mit Verwaltungsaufwand verbunden war. 

Warum haben Sie sich für eine Ansiedlung im Softwarezentrum entschieden?

Zum einen ist die Inno-Tec schon seit Jahren im Softwarezentrum ansässig, was die Entscheidung natürlich obligatorisch machte. Darüber hinaus wird ein professionelles Umfeld für junge Unternehmen geboten. Man muss sich nicht um Infrastruktur, Hausmeister, Technik o. ä. kümmern und das zu einem fantastischen Preis. Ebenso ist die Nähe zu anderen interessanten und ambitionierten Unternehmen eine große Chance für Partnerschaften und wichtige Informationen.

Welche Qualitäten sollte man als Unternehmer:in mitbringen bzw. sich aneignen?

Ein offenes Mindset auf alle Fälle und die Bereitschaft, sich auf neue Gegebenheiten einzustellen. Zudem sollte man immer offen für neue Ideen und Chancen sein und falsche Eitelkeit über Bord werden.

Herzlichen Dank für den Einblick und die Anregungen!

Special Interest Group Leadership & Teams

Beim Aufbau von Unternehmen, mit wachsender Anzahl von Teams und Mitarbeiter:innen werden die Themen Leadership und Teamentwicklung immer wichtiger. Wie packt man das richtig an?

Den Unternehmen des Softwarezentrums und weiteren Interessierten wird mit dieser „Special Interest Group“ eine Austauschplattform zum Kennenlernen und Diskutieren von Fragestellungen rund ums das Thema Führung, Zusammenarbeit & Teamentwicklung angeboten.

Das 1. Treffen findet am Montag, den 16. Mai 2022, Beginn 16:00 im Medienraum des Softwarezentrums (Otto-Lilienthal-Straße 36, 71034 Böblingen) statt. Die Dauer des ersten Treffens ist auf zwei Stunden angesetzt.

Ursula Fuggis-Hahn (langjährige Personalgeschäftsführerin bei einem international tätigen Pharmaunternehmen und heute ehrenamtliche Beraterin bei den Senioren der Wirtschaft) wird die Special Interest Group moderieren und aus Ihrer Erfahrung heraus Impulse geben.

Führen – das kann doch jeder!

Unter dieser Überschrift ist ein interaktiver Austausch über das persönliche Führungsverständnis, -erleben und -verhalten geplant. Eine kurze Einführung in die Grundlagen der Führung ergänzt den Austausch.

Die Auswahl der weiteren Themenschwerpunkte (bspw. Mitarbeitergespräch, Feedback, Zielorientierung, Konfliktlösung, virtuelle Führung) erfolgt gemeinsam mit den Teilnehmern:innen.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung per Mail an info@softwarezentrum.de oder telefonisch unter 07031/714701.

Für Unternehmen des Softwarezentrums ist die Teilnahme kostenfrei. Für externe Interessierte beträgt die Teilnahmegebühr 50 Euro. Die SIG Interest Group Leadership & Teams wird von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH unterstützt.

blackboxI55 goes live! – AI xpress

Networking in der IT Region Stuttgart, dieses Mal nicht online, sondern vor Ort im AI xpress, dem neuen KI-Startup und Innovationszentrum in Böblingen

Die zweite Auflage der blackbox|55 live findet am Montag, den 16. Mai 22, ab 19 Uhr statt.

Location ist die Dachterrasse des neuen KI-Startup und Innovationszentrum AI xpress, das in Böblingen im Herbst seine Türen geöffnet hat.

Einen inhaltlichen Impuls liefert der Oberbürgermeister der Stadt Böblingen Dr. Stefan Belz.

Als promovierter Raumfahrtingenieur geht er unter dem Titel “Klar besiedeln wir den Mars, die Frage ist nur wann?!” auf unterhaltsame Weise gedanklich einige Etagen höher.

Nach 55 Minuten, auch kulturellem Input, bietet die blackbox diesmal auch Gelegenheit für ein echtes Get-Together mit Musik und Catering, damit die Vernetzung der IT- und Digitalakteure der Region Stuttgart weiter gut funktioniert.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung aber erforderlich.

Bei der blackbox|55 treffen sich Akteur*innen der IT- und Digitalwirtschaft aus der Region Stuttgart.

  • aus Anbieter- und Anwenderunternehmen
  • aus Startups, KMUs und Global Playern
  • Profis und Nachwuchskräfte/Studierende

Agenda

19:00 | Check-in und Warm up
19:20 | “Klar besiedeln wir den Mars, die Frage ist nur wann?!”, Dr. Stefan Belz, Oberbürgermeister Böblingen
19:40 | blackbox Kultur
19:55 | bis open end | Get together

blackbox|55 ist eine Veranstaltung von Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH und dem Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen e.V.

Mit freundlicher Unterstützung von

AI xpress
Hochschule Esslingen | University of Applied Science
Informatik-Forum Stuttgart e. V. (infos)
Innovative Trends
Stuttgart Forward
ZDBB | Zentrum Digitalisierung Region Stuttgart

socialbox|55 – Social Media Talks aus der IT Region Stuttgart

Bei der socialbox|55 treffen sich Akteur*innen der IT- Digital- und Kreativwirtschaft aus der Region Stuttgart.

  • aus Anbieter- und Anwenderunternehmen
  • aus Startups, KMUs und Global Playern
  • Profis und Nachwuchskräfte/Studierende

Im Zentrum des Onlineformats steht ein fachlicher Input zu einem aktuellen und relevanten Social Media Thema. Darüber hinaus gibt`s aber auch noch Raum für Austausch und Vernetzung.

Am Montag, den 25. April 22, Beginn 17.00 Uhr, kommt dieser Input von Benedict Kurz, Gründer von Knowunity, Deutschlands beliebtester & schnellst wachsender Schülerplattform.

Benedict wird vorstellen, was Knowunity genau anbietet und vor allem wie er und sein Team mit der sehr jungen Zielgruppe so erfolgreich kommunizieren, dass wenige Monate nach Angebotsstart bereits 1,6 Millionen Kinder Jugendliche die Lernplattform nutzen.

Nach dem Input von Benedict ist noch Platz für Fragen, Diskussion und vor allem Vernetzung, denn gute Zusammenarbeit und Kollaboration sind der wichtigste Schmierstoff der Digitalisierung. Und das Ganze in nicht mal einer Stunde, sondern in exakt 55 Minuten.

Agenda:

17:00 | Check-in
17:10 | Vortrag: Benedict Kurz, Knowunity
17:40 | Networking
17:50 | Check-out

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung bzw. Registrierung aber erforderlich unter
https://pretix.eu/wrs/socialbox01/

socialbox|55 ist eine Veranstaltung von Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH und dem Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen e.V.

Mit freundlicher Unterstützung von

AI xpress
Hochschule Esslingen | University of Applied Sciences
Informatik-Forum Stuttgart e. V. (infos)
Innovative Trends
Stuttgart Forward
ZDBB | Zentrum Digitalisierung Region Stuttgart

„Qoool Camp`22“ – Themen rund um die Bereiche Quantencomputing und Quantensensorik

Mehr als ein Quantensprung: „Qoool Camp`22“ startet als neues Veranstaltungsformat

AI xpress Böblingen, Universität Stuttgart und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) veranstalten am 6. Mai 2022 das „Qoool Camp ´22“ in Böblingen. Bei dem neuartigen Veranstaltungsformat zu den Themen Quantencomputing und Quantensensorik erarbeiten die Teilnehmer*innen ihr Programm selbst

Das Qoool Camp ist als Barcamp aufgesetzt. Dieses Veranstaltungsformat unterscheidet sich deutlich von klassischen Konferenzen: Die Teilnehmenden bringen eigene Themen rund um die Bereiche Quantencomputing und Quantensensorik mit und erstellen am Veranstaltungstag spontan ein gemeinsames Programm. Als Auftakt der Veranstaltung wird es zwei Keynote Vorträge von IBM und Bosch geben. Im Anschluss daran erarbeiten die Teilnehmerinnen ihr Programm für den Tag.

Die Moderation übernimmt der Barcamp-Spezialist Jan Theofel, Roland Bernhard, Landrat des Landkreises Böblingen, die Begrüßung. Regionale Partner aus Wirtschaft und Forschung, wie Bosch, IBM, Hahn-Schickard, IMS CHIPS, Q.ANT oder das Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen unterstützen die Veranstaltung mit ihrem Fachwissen. Sie alle befassen sich mit dem Zukunftsfeld der Quantentechnologie. Deren Anwendung ist breit gefächert: Auf Basis von Quantensensoren könnten zukünftig beispielsweise Prothesen per Gedanken gesteuert werden. Quantencomputer wiederum werden in Zukunft ein Vielfaches der heute verfügbaren Rechenleistung bereitstellen. Daraus resultieren zahlreiche neue Geschäftsmodelle und Nutzungsszenarien. Bereits heute finden sich zu den Bereichen Quantencomputing und Quantensensorik in der Region Stuttgart zwei in Europa einzigartige, besonders zukunftsfähige Technologiecluster: So hat IBM in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO den ersten kommerziell nutzbaren Quantencomputer Europas realisiert. Das Thema Quantensensorik, beispielsweise in Bezug auf das automatisierte Fahren, und dessen innovative Nutzung wird im Zukunftscluster QSens der Universität Stuttgart erforscht.

Um die Quantentechnologie weiter voranzutreiben ist es notwendig, aus Ideen konkrete Geschäftsmodelle und Anwendungen zu entwickeln. Genau darum geht es beim Qoool Camp ’22. Ziel des eintägigen Barcamps ist es, die Teilnehmenden an die beiden Zukunftsthemen Quantencomputing und Quantensensorik heranzuführen, wichtige Themen herauszuarbeiten und sich zu vernetzen. Im Idealfall entstehen dabei konkrete Anwendungen und neue Geschäftsmodelle in den beiden Technologie Clustern.

Anmelden können sich Professionals, Gründer*innen, technische Studierende aus den Regionen Stuttgart, Ulm und Karlsruhe und technisch Interessierte. Anmeldung unter: www.qoool.io

Die Teilnahme kostet für Studierende 10 €. Professionals bekommen Early-Bird-Tickets für 119 € bis 1.4.22 – danach kostet die Teilnahme 178 €.

Ausblick: Qoool Campwoche vom 19. bis 22. Mai 2022.

Teilnehmer*innen des Qoool Camps, die Interesse daran haben, die beiden Themen zu vertiefen, erhalten auf der Qoool Campwoche weiteres Grundlagenwissen, Unterstützung im Bereich Company Building und alles was es braucht, um vielversprechende Konzepte weiterzuverfolgen. Eine separate Anmeldung ist hierfür erforderlich.

Qoool Camp ’22 ist ein Angebot von AI xpress. Das Startup- und Innovationszentrum ist ein Projekt des Softwarezentrums Böblingen/Sindelfingen e.V. mit Unterstützung des Landkreises Böblingen.

Neue Interviewreihe “Fit für die Gründung – Profis starten durch!”

In diesen Interviews erzählen uns Gründerinnen und Gründer ihre persönliche Existenzgründungsgeschichte. Gemeinsam haben sie, dass sie den Sprung in die berufliche Selbstständigkeit aus einer Anstellung wagten und in unserem Softwarezentrum ansässig sind.

Folge – 1 – Living Mainframe GmbH

Living Mainframe, gegründet 2018, berät und unterstützt mit sechs Mitarbeitern in Projekten im Bereich IBM-Großrechner (Mainframe). Das Unternehmen stellt sicher, dass der Mainframe eine attraktive Option für innovative IT-Projekte bleibt. Mainframe ist eine Hardwareplattform, die als Zentralrechner in großen IT-lastigen Konzernen (Versicherungen, Banken, Automobilkonzernen) zum Teil schon seit mehreren Jahrzehnten eingesetzt wird. Marc Bauer ist Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens.

Wie sah Ihr Gründungsprozess aus?

Marc Bauer: Im April 2017 habe ich mich entschieden, meinen damaligen Arbeitgeber zu verlassen und selbstständig weiterzuarbeiten. Kurz darauf signalisierte ein ehemaliger Kunde sein Interesse, mich in seine Projekte mit einzubinden. Daraufhin bin ich zunächst als freiberuflicher IT-Berater gestartet. Das sehr gute Feedback der Auftraggeber und die sehr hohe Nachfrage haben mich überzeugt, den Weg weiter zu bestreiten und einen ehemaligen Kollegen zu überreden, die Freiberuflichkeit auszuprobieren. Gemeinsam mit Andreas Gröschl habe ich 2018 die Living Mainframe GmbH gegründet.

Wie war Ihre berufliche Ausgangssituation vor der Gründung?

Vor der Selbstständigkeit habe ich bei IBM in einer Abteilung für Mainframe Projektunterstützung gearbeitet. Man kann sagen, dass ich genau das Gleiche vorher schon gemacht habe.

Was war Ihre Motivation für die Gründung?

Der Drang etwas Eigenes zu machen, eigene Entscheidungen zu treffen und für das eigene Glück und Unglück selbst verantwortlich zu sein. Dazu gehört auch, selber zu entscheiden, an welchen Projekten ich arbeite.

Haben Sie eine Finanzierung benötigt?

Wir haben keine Finanzierung benötigt und die ersten Ausgaben von der GmbH-Einlage bezahlt. Die größten finanziellen Faktoren im Rahmen der Gründung waren die Beschaffung von Laptops, Schreibtisch und Stuhl. Darüber hinaus mussten wir bedenken, dass besonders bei Verträgen mit Großunternehmen eine längere Zeitspanne, teilweise mehrere Monate, zwischen geleisteter Arbeit und bezahlter Rechnung liegen. Hierauf haben wir uns entsprechend eingestellt.

Welche Bedenken bzw. Ängste hatten Sie im Zusammenhang mit der Gründung und wie sind Sie damit umgegangen?

Ich hatte weder Ängste noch Bedenken. Aufgrund meiner vorherigen Tätigkeit kannte ich den großen Bedarf im IT-Bereich. Im Mainframe-Umfeld sah das nicht anders aus. Ich kannte also den Markt und wusste, wie Kunden in der Vergangenheit auf meine Arbeit reagiert hatten. Zudem hatte ich mir vorher schon ein breites Netzwerk an Kontakten aufgebaut. Auch das familiäre Umfeld stand einer Selbstständigkeit positiv gegenüber.

Welche Institutionen, Partner und Personen haben Sie in der Gründungsphase und anschließend unterstützt? Wie sah dies konkret aus?

Die Gründung wurde im Wesentlichen von meiner Steuerberatung begleitet. Zu Beginn der Freiberuflichkeit habe ich mir viele Informationen bei anderen IT-Freiberuflern besorgt. Die Umsetzung, also die Anmeldung beim Finanzamt, (dieses eine Formular) habe ich gemeinsam mit dem Steuerbüro durchgeführt. Später bei der GmbH-Gründung hat es auch unterstützt und alles Wesentliche organisiert. Später haben wir auch Kontakte zu den Senioren der Wirtschaft aufgebaut und dort Beratung erfahren.

Was ist für Sie besonders spannend in der beruflichen Selbstständigkeit?

Die fachliche Arbeit hat sich kaum geändert. Als spannende Ergänzung kamen vor allem die Geschäftsführer-Tätigkeiten hinzu: Strategien ausarbeiten, verhandeln, Kaffee kaufen, Jahresabschlüsse, Umsatzsteuervoranmeldung.

Was waren während und nach der Gründung die größten Herausforderungen? Was sind aktuell Ihre unternehmerischen Herausforderungen? Wie gingen und gehen Sie damit um?

Herausforderungen während der Gründung sind mir nicht mehr präsent.
Allgemein ist unsere größte Herausforderung, die Balance zu finden zwischen der Annahme von Aufträgen und der Akquise. Unsere Aufträge sind in der Regel recht groß. Daher kann ein Auftrag mehr oder weniger schon das gesamte Unternehmen auslasten. Für uns ist es sehr kritisch, dass wir hier rechtzeitig nach Folgeaufträgen Ausschau halten.
Corona hat auch Spuren hinterlassen. Zunächst wurden viele Projekte schlagartig gestoppt, so dass wir uns sehr plötzlich um neue Themen und Auftraggeber kümmern mussten. Jetzt allerdings scheint sich ein größerer Projektstau zu lösen, wodurch wir sehr viele Anfragen bekommen.

Wann und warum haben Sie sich für eine Ansiedlung im Softwarezentrum entschieden?

Ich habe meine Freiberuflichkeit aus meiner privaten Wohnung heraus gestartet. Als klar war, dass mein Kollege ebenfalls mit einsteigen würde, haben wir uns nach Alternativen umgeschaut. Das Softwarezentrum war dann einfach die plausibelste Entscheidung. Das Preis-/Leistungsverhältnis, die örtliche Nähe und die Spezialisierung auf IT-Unternehmen sind für uns ausschlaggebend gewesen. Einen besonderen Mehrwert bringt die Vernetzung innerhalb des Softwarezentrums. Hier haben wir Experten für Spezialthemen, wie z.B. Marketing oder IT-Recht gefunden und den Hinweis bekommen, unseren Firmennamen entsprechend schützen zu lassen, damit es im Nachhinein keine bösen Überraschungen gibt. Ebenso konnten wir schnell und unbürokratisch unsere Räumlichkeiten entsprechend der Personalsituation aufstocken.

Welche konkreten Tipps und Anregungen möchten Sie an Gründer:innen weitergeben?

Man sollte nicht davor zurückschrecken, Unterstützung bei Verwaltungsthemen wie Buchhaltung, Steuer etc. in Anspruch zu nehmen. Diese Zeit ist besser in den Aufbau des eigenen Unternehmens oder des eigenen Fachwissens investiert. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, uns als Spezialisten und nicht als Generalisten aufzustellen; auch wenn dabei die ein oder andere Geschäftschance vorbeizieht.

Wo möchten Sie mit Ihrem Unternehmen in fünf Jahren stehen?

Wir wollen unser organisches Wachstum fortsetzen und mit Augenmaß neue, benachbarte Geschäftsfelder erschließen. Die nächsten großen Überraschungen kommen von ganz allein.

Herzlichen Dank für den Einblick und die Anregungen!

Neues Schulungsangebot zu Künstlicher Intelligenz (KI)

Presseinformation 7.3.22

Vom 4. April bis 24. Juni 2022 haben Unternehmen und Verwaltungen die Chance, sich in kurzer Zeit umfangreiches KI Wissen in einem kompakten Zertifikatslehrgang KI Business Development Manager:in anzueignen.

Die Teilnehmer:innen sind anschließend in der Lage, diese digitale Schlüsseltechnologie in ihre Unternehmensstruktur einzubinden und zukunftsträchtige Prozesse anzustoßen.

Dieser Lehrgang wird von der Unternehmensinitiative bwcon in Kooperation mit AI xpress im Blended Learning Format angeboten. Die sechs Vorort-Termine finden in den Räumlichkeiten des neuen, vom Landkreis Böblingen mit 1,2 Mio. € geförderten, AI xpress Innovationszentrums in Böblingen statt.

Der Lehrgang richtet sich an leitende Angestellte, Fachkräfte mit Entscheidungsbefugnis, aber auch Personen, die in Unternehmen oder Verwaltungen Innovationen vorantreiben und umsetzen. Es sind keine KI oder IT-Kenntnisse notwendig.

Informationen und Anmeldung:
https://aixpress.io/projekte/ki-business-development-managerin/

Über AI xpress
Das Startup- und Innovationszentrum AI xpress ist ein Projekt des Softwarezentrums Böblingen/Sindelfingen e.V. zur Ansiedlung und Unterstützung junger IT-Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (engl. AI, Artificial Intelligence). Der Landkreis Böblingen hat mit einem finanziellen Beitrag von 1,2 Mio. € das Projekt möglich gemacht. Über die Zukunftsstrategie Wirtschaftsstarker Landkreis wurde die Idee eingebracht und konnte mit Unterstützung der Senioren der Wirtschaft und der Compart AG im Oktober 2021 gegründet werden.

Das Ziel des auf dem früheren Eisenmann-Areal gestarteten Projektes AI xpress ist es, Unternehmensgründungen aus der Region zu fördern, Technikbegeisterung bei jungen Menschen zu wecken, den Technologietransfer zu unterstützen und die Innovationskraft von Unternehmen, insbesondere des Mittelstandes, zu stärken.

Auf über 1.000 qm Fläche bietet AI xpress moderne Coworking Spaces, Büros und Besprechungsräume in denen kluge Köpfe aus verschiedenen Branchen in angenehmer Atmosphäre zusammen arbeiten. Daneben lädt der Maker Space als Prototypenwerkstatt mit verschiedenen Labs junge Menschen ab 14 Jahren ein, sich alleine oder unter Anleitung mit Technikthemen zu beschäftigen. So werden z.B. im Creative Lab regelmäßig Kurse zum Umgang mit 3D-Druckern und Lasercuttern angeboten.

Das breite KI-Beratungsangebot adressiert Anwender aus Wirtschaft, Bildung, Forschung sowie Verwaltung und macht sie fit für die Zukunft.

Dieser Lehrgang ist ein Angebot von AI xpress. Das Startup- und Innovationszentrum ist ein Projekt des Softwarezentrums Böblingen/Sindelfingen e.V. mit Unterstützung des Landkreises Böblingen.

Neue Online-Formate: digibox|55 und socialbox|55

Im vergangenen Jahr hat die WRS mit der Online-Veranstaltungsreihe blackbox|55 das erste Format der 55er-Serie etabliert. Nun folgen mit der digibox|55 und der socialbox|55 zwei weitere Ableger der Onlinereihe.

Alle drei Formate verfolgen das Ziel, einerseits Informationen zu relevanten Digitalthemen zu vermitteln und andererseits die Digitalakteure am Standort Region Stuttgart zu vernetzen. Das Ganze in nicht mal einer Stunde, sondern genauer gesagt in 55 Minuten. Dies soll vor allem den geänderten Anforderungen an eine moderne virtuelle Arbeitswelt gerecht werden.

Während bei der blackbox vor allem der Vernetzungsaspekt im Mittelpunkt steht, liegt der Fokus der beiden neuen Formate klar auf Information. In halbstündigen Präsentationen vermitteln Profis aus Wirtschaft und Forschung relevante Infos und Praxiswissen aus den Bereichen IT bzw. social media. Natürlich bleibt aber auch hier immer noch Platz für Fragen, Diskussion und Vernetzung.

Die Premiere der digibox|55 findet am 8. März um 9 Uhr statt. Zum Start kommt der fachliche Input von Prof. Jens Anders von der Universität Stuttgart, Institut für Intelligente Sensorik. Er leitet das Zukunftscluster Qsens. Titel seines Vortrags ist: „Quantensensoren – neue Leittechnologie für die Region Stuttgart“.

Der Start der socialbox|55 ist für den April geplant. Hier wird bei der ersten Ausgabe Benedict Kurz, Geschäftsführer und Gründer von Knowunity die Mischung aus sozialem Schülernetz und Lernplattform vorstellen.

Veranstalter sind die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH und das Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen e.V.

Mit freundlicher Unterstützung von

AI xpress
Hochschule der Medien Stuttgart (HdM)
Hochschule Esslingen | University of Applied Sciences
Informatik-Forum Stuttgart e.V. (infos)
Innovative Trends
ZDBB |Zentrum Digitalisierung Region Stuttgart

Neues Startup Curriculum beim AI xpress in Böblingen ab Februar

Neues Startup Curriculum beim AI xpress in Böblingen ab Februar

Ab Anfang Februar wird das Startup- und Innovationszentrum AI xpress in Böblingen ein umfangreiches Curriculum von Vorträgen, Workshops und Roundtables für Startups anbieten. Es wird von erfahrenen Referenten der Senioren der Wirtschaft, Steuerberatern, Rechts- und Patenanwälten und weiteren Partnern durchgeführt und von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) unterstützt.

Hier erhalten Startups ein kostenloses Angebot, das alle relevanten Aspekte abdeckt, die sie brauchen, um erfolgreich zu werden. Die Auswahl und die Inhalte beruhen auf jahrelanger Praxiserfahrung in der Beratung und Unterstützung von Startups. Die Vorträge geben einen Überblick und adressieren wichtige Aspekte wie Kundenorientierung, Marketing sowie Unternehmensfinanzierung oder -entwicklung.

Die Workshops und Roundtables bearbeiten ein Thema im Detail. Die Teilnehmer können ihre eigenen Fragen einbringen, die von den Referenten und anderen Teilnehmern beantwortet werden. Im Anschluss können sich die Startups mit anderen Gründern austauschen

Alle Vorträge und Workshops folgen einem Curriculum. Man kann aber jederzeit einsteigen und/oder nur einzelne Vorträge oder Workshops besuchen, die zur aktuellen Situation passen. Zur individuellen Unterstützung kann auf passgenaue Coaching Angebote zurückgegriffen werden.

Zur Anmeldung geht es hier: https://aixpress.io/startup-xpress-curriculum/

Über AI xpress

Das Startup- und Innovationszentrum AI xpress ist ein Projekt des Softwarezentrums Böblingen/Sindelfingen e.V. zur Ansiedlung und Unterstützung junger IT-Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (engl. AI, Artificial Intelligence). Mit der Unterstützung des Landkreises Böblingen, der Senioren der Wirtschaft und der Compart AG wurde das AI xpress im Oktober 2021 gegründet.

Das Ziel des auf dem früheren Eisenmann-Areal gestarteten Projektes AI xpress ist es, Unternehmensgründungen aus der Region zu fördern, Technikbegeisterung bei jungen Menschen zu wecken, den Technologietransfer zu unterstützen und die Innovationskraft von Unternehmen, insbesondere des Mittelstandes, zu stärken.

Auf über 1.000 qm Fläche bietet AI xpress moderne Coworking Spaces, Büros und Besprechungsräume in denen kluge Köpfe aus verschiedenen Branchen in angenehmer Atmosphäre zusammen arbeiten. Daneben lädt der Maker Space als Prototypenwerkstatt mit verschiedenen Labs junge Menschen ab 14 Jahren ein, sich alleine oder unter Anleitung mit Technikthemen zu beschäftigen. So werden z.B. im Creative Lab regelmäßig Kurse zum Umgang mit 3D-Druckern und Lasercuttern angeboten.

Das breite KI-Beratungsangebot adressiert Anwender aus Wirtschaft, Bildung, Forschung sowie Verwaltung und macht sie fit für die Zukunft.

Dieses Curicculum ist ein Angebot von AI xpress. Das Startup- und Innovationszentrum ist ein Projekt des Softwarezentrums Böblingen/Sindelfingen e.V. mit Unterstützung des Landkreises Böblingen.

Firmenkontaktmesse: IT-Mittelstandstag

Der IT-Mittelstandstag wird bereits seit 2010 von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) gemeinsam mit der Fakultät Informationstechnik der Hochschule Esslingen organisiert. Partner ist das Software-Zentrum Böblingen/Sindelfingen e.V. Jedes Jahr im November können kleine und mittlere Unternehmen aus der Region bei dieser Karriere- und Firmenkontaktmesse mit Studierenden der Fakultät Informationstechnik und Informatik Kontakte knüpfen.

Der IT-Mittelstandstag 2021 findet am Mittwoch, den 24. November von 14:00 bis 18:00 Uhr als virtuelle Veranstaltung statt. Studierende der Hochschule Esslingen und Unternehmen können vorab ihre Profile auf der virtuellen Plattform aufbauen und zugänglich machen. Wenn Profile und Interessen zusammenpassen („matchen”), können sich Personaler:innen und Bewerber:innen zu Video-Chats verabreden. Die virtuelle Plattform wird nach den guten Erfahrungen im vergangenen Jahr wieder die App „talentefinder” sein.

Anmeldung und weitere Informationen für Unternehmen online im Buchungssystem der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart unter IT-Mittelstandstag 2021.

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